|
Naturschutzgebiet Geltinger Birk |
|
|
|
Seit dem Jahr 2004 ist Bunde Wischen e.V. Pächter im NSG Geltinger Birk. Die Beweidung durch den Vorpächter lief aus Sicht des Naturschutzes nicht optimal und es gab immer wieder Probleme. Daher verpachtete die Stiftung Naturschutz als Flächeneigentümer den rund 30 ha großen Flächenkomplex an Bunde Wischen e.V. Seitdem beweidet eine Gallowayherde von rund 20 Tieren ganzjährig den im Süden der Geltinger Birk nahe des Leuchtturms Falshöft gelegenen Teil des Naturschutzgebietes. Da die Geltinger Birk recht weit von Schleswig entfernt liegt, wird die Fläche von einer reinen Jungtier-Herde beweidet, die entweder nur weibliche oder nur männliche Galloways umfasst. Dies minimiert den Kontrollaufwand und die Kontrollen können regelmäßig durch die Mitarbeiter der Integrierten Station Geltinger Birk durchgeführt werden. Nur bei Bedarf fahren wir von Schleswig zu unserer Herde auf der Geltinger Birk. Ziel der Beweidung ist die Erhaltung und die Schaffung von feuchtem Grünland, das mit dem Beginn der geplanten kontrollierten Vernässung wieder unter Salzwassereinfluss gebracht werden soll. Die Halbinsel Geltinger Birk liegt ausgangs der Flensburger Förde und grenzt die Innenförde gegen die offene Ostsee ab. Das 773 ha umfassende Naturschutzgebiet, das größte im Kreis Schleswig-Flensburg, besteht aus Dünen, sand- und geröllbedeckten Außenstrand, Salzwiesen, verlandeten Schilfsümpfen, kleinen Eichenkratts, dem brackigen Geltinger Noor und einer weit in die Geltinger Bucht reichende, ausgedehnte Seegraswiese. Die Landschaft ist aus einem breiten Fächer von Strandwällen entstanden, deren Material von Steilufern südlich von Falshöft stammt. Sie bilden mit der dahinterliegenden Niederung und der Moräneninsel Beveroe (dän.: Biberinsel) eine landschaftsökologische Einheit. Ergänzt wird das eigentliche Naturschutzgebiet durch Flächen im Besitz der Stiftung Naturschutz Schleswig Holstein, die fast alle Bereiche zwischen der Gemeinde Nieby und dem NSG umfassen. Alle Flächen werden zur Zeit in eine “Halboffenen Weidelandschaft” mit ganzjähriger Beweidung durch Robustrinder und Koniks überführt. Nach und nach werden alle trennenden Zäune entfernt und die Tiere laufen auf einer fast 500 ha großen Weidefläche, die die Wälder zum großen Teil mit einbezieht. Weitere Infos erhalten sie aus dem NABU-Flyer zur Geltinger Birk, den Sie hier downloaden können.
|