Galloways Drucken E-Mail

Bunde Wischen e.V. hält rund 550 Galloways in den Farbschlägen schwarz und beige (black und dun). Bei Mischlingen der beiden Farbschläge sind die Kälber bei der Geburt grau und werden später hell- bis dunkelbraun.

Galloways sind genügsam und in ihrem Freßverhalten wenig wählerisch. Durch ihre breiten Klauen und ihr relativ geringes Gewicht sorgen sie für einen schonenden Tritt. Sie erfreuen sich daher grosser Beliebtheit als Helfer für den Naturschutz und die Landschaftspflege. Sie fördern auf diese Weise den Artenreichtum von Flora und Fauna. Sie erzeugen bei gleicher Futterenergieaufnahme um 1/5 weni­ger CO2 als Milchrinderrassen.

Frisch geboren Kindergarten nur nicht zu schnell! Der Nachwuchs

Rassebedingt haben sie einen um 20% geringeren Erhaltungsfutterbedarf als andere Hausrinder, d.h., sie wachsen und setzen noch Fleisch an, wo andere Rinder nur noch zur Selbsterhaltung fressen. Dieses ist ein bedeutender wirtschaftlicher Gesichtspunkt.

Ställe werden nicht benötigt, da Galloways sehr robust sind. Sie passen sich hervorragend an landschaftliche und klimatische Ver­hältnisse an. Sie überzeugen mit einer guten gesundheitlichen Verfassung und können sehr alt werden.

Die Kalbungen der Galloways erfolgen selbständig und ohne Hilfe. Sie werden in natürlichem Herdenverband gehalten, die Belegung erfolgt nur im Natursprung und findet erstmalig in einem Alter von 2-3 Jahren statt. Sie bringen regelmäßig ein Kalb im Jahr zur Welt. Die Gallowaykühe werden bei uns im Verein sehr alt und können daher bis zu 10 Kälber im Leben bekommen.

Bei den Galloways handelt es sich um sehr umgängliche und friedfertige Rinder. Sie sind von Natur aus hornlos, wodurch sich die Verletzungsgefahr für Mensch und Tier verringert. Die Hornlosigkeit verleiht den Galloways allerdings ein scheinbar „niedliches“ Aussehen. Dies kann zu Fehleinschätzungen bei Besuchern auf den frei begehbaren Flächen führen. Besonders die Kühe mit jungen Kälbern kümmern sich sehr intensiv um ihren Nachwuchs und Besucher sollten dann gebührenden Abstand halten.
Das Fleisch der Galloways ist ein hochwertiges Lebensmittel. Gallowayfleisch beinhaltet rassebedingt einen niedrigen Gesamtfettgehalt, dabei aber höhere Anteile und bessere Verhältnisse der essentiellen einfachen und doppelt ungesättigten Fettsäuren (Omega 6 / Omega 3 = 3:1). Die Bekömmlichkeit des Gallowayfleisches, aber auch seine anerkannt vorzüglichen Genußeigenschaften und sein einzigartiger Wohlgeschmack, machen es bei Verbrauchern sehr begehrt.

Das Galloway ist mit einer Schulterhöhe von durchschnittlich 135 cm bei Bullen und 120 cm bei Kühen eine kleinrahmige Rasse. Die Gewichte betragen 600 – 900 kg bzw. 450 – 590 kg. Der Ursprung der Rasse aus dem Südwesten Schottlands dürften Keltische Rinder sein. Einkreuzungen sind nicht bekannt.

Die erste historische Beschreibung dieser Tiere geht auf den Dichter Livius (284 -204 v.Chr.) zurück. Die Römer kannten bereits das vorzügliche Fleisch der schwarzen, hornlosen Rinder, die sie als einzige Lebewesen den Hadrianswall, der die römische Provinz Britannia vor den wilden Stämmen aus Schottland schützen sollte, von Norden her passieren ließen.

 

 

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