Artgerechte Tierhaltung Drucken E-Mail

Die artgerechte Tierhaltung ist eine möglichst an den ursprünglichen Verhaltensweisen und Lebensraumbedingungen der Tiere orientierte Form der Tierhaltung.

Die Haltung von Haus- und Nutztieren kann immer nur einen Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Tiere und den (wirtschaftlichen) Anforderungen der Menschen darstellen. Die Artgerechte Tierhaltung wird den Bedürfnissen der Tiere im Gegensatz zur konventionellen Haltung am ehesten gerecht, da die Lebensumwelt ein weitgehend artgerechtes Leben ermöglicht.
Aufgrund der Domestikation, d.h. Züchtung und Anpassung von Wildtieren an die Nutzungsziele und die Umgebung des Menschen, bedürfen Haus- und Nutztiere der Hege durch den Menschen, da sie sich in ihrer natürlichen Umgebung nicht mehr ausreichend selbst versorgen könnten. Dies gilt für die besonders ursprünglichen Rassen wie Galloways, Highlands und Koniks allerdings nur in sehr geringem Umfang, zumal die natürlichen Verhaltensweisen bei der Domestikation zum größten Teil erhalten bleiben (Bewegungsdrang, Sozialverhalten, Bedürfnis nach Verstecken etc.) und ausgelebt werden müssen. Der ökologische Landbau schreibt eine artgerechte Tierhaltung über die EU-Verordnung vor. Sie soll das Wohlbefinden der Tiere und somit auch die "tierische Leistung" (u.a. Qualität des Fleisches, der Milch und des Fells) steigern; sie entspricht allerdings nicht den unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erzielbaren "Höchstleistungen" konventioneller Tierhaltung.
Bunde Wischen e.V. geht mit seiner Form der Tierhaltung noch einen Schritt weiter und lässt seine Tiere ganzjährig im Freien leben. Die Gebiete sind so groß und mit diversen natürlichen Strukturen ausgestattet, dass die Tiere sich mit nahezu allem, was sie zum Leben brauchen (z.B. Futter, Wasser, Wind- und Sonnenschutz), selbst versorgen und ihre Bedürfnisse befriedigen können. Nur in extremen Wintersituationen muss zugefüttert werden. Einzig Leckeimer zur Mineralstoffversorgung stehen den Tieren permanent zur Verfügung, da unsere Flächen nicht gedüngt werden und es keine natürlichen Salzstellen in den Gebieten gibt.
Tiere dieser Haltungsform sind vitaler und weniger stressanfällig, erkranken seltener und reagieren nicht überempfindlich, das zeigt allein der selten notwendige Einsatz eines Tierarztes. Zudem verhalten sie sich untereinander verträglicher, obwohl klare Sozialstrukturen ausgebildet werden und ein rangniederes Tier sich tunlichst von einem ranghöheren Tier fernhalten sollte.

Weiter Informationen unter "Tiertransporte".

 

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